La Tavernetta al Castello in Capriva del Friuli, Italien

La Tavernetta al Castello - Gastraum mit Fogolar - goodstuff AlpeAdria
La Tavernetta al Castello - Gastraum mit Fogolar

La Tavernetta al Castello Restaurant & Hotel

Via Spessa 7

I-34070 Capriva del Friuli (GO)

Telefon: +39 0481 808228

www.castellodispessa.it

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag zum Mittag- und Abendessen. Sonntags zum Mittagessen. Sonntag am Abend und montags geschlossen.

Castello di Spessa – ein Schloss der Genüsse

Die wechselvolle Geschichte des Schlosses geht ins 13. Jahrhundert zurück. Zu den berühmtesten Gästen zählten Giacomo Casanova und Lorenzo da Ponte. Ende des 20. Jahrhunderts kaufte die Familie Pali das Anwesen und formte es zu einem besondern Ort der Genüsse. Golfplatz (18-Loch), Wein, Landwirtschaft, Hotel und mit der Tavernetta ein hochgeschätztes Restaurant im friulanischen Collio.

Im gediegenen Landhausambiente genießt man die Kreationen von Küchenchef Antonio Venica. Saisonalität, Nachhaltigkeit und Regionalität bei den Produkten sowie Authentizität bei den Gerichten zeichnet seine Küche aus. Mit großer Experimentierfreudigkeit gelingt ihm Neues ohne den Blick auf die kulinarischen Traditionen der Region zu verlieren. Dazu kredenzt man vorzugsweise die hauseigenen Weine aus dem Collio und DOC Isonzo.

Fiori di Zucca mit Gemüse und Foie gras - goodstuff AlpeAdria
Fiori di Zucca mit Gemüse und Foie gras

La Tavernetta al Castello – fein speisen

Casanova war der Namensgeber für unser delikates Degustationsmenü, das mit einem formidablen Amuse-Bouche – Ricotta mit Basilikum, schwarzer Knoblauch und Forellenkaviar – sehr schön eröffnet wurde. Es folgten Fiori di Zucca gefüllt mit Zucchini und Fenchel. Die Blüten wurden auf Streifen grüner und gelber Zucchini platziert, umgeben von Enten-Foie gras. Ein bemerkenswert harmonisches Geschmackserlebnis mit der Entenleber als stimmigen Kontrast und perfekte Ergänzung. Höchst erfreulich, wie Antonio simples Gartengemüse mit Rafinesse und Nonchalance auf den Teller bringt.

Die Primi, beide auf Gemüsebasis, konnten unterschiedlicher nicht sein. Die Agnolotti alle Melanzane begeisterten mit gelungener Balance. Melanzani, dreierlei Tomaten, frischer Oregano und das leichte Basilikumwasser spielten gekonnt zusammen, luftig und leicht. Ganz anders die Spaghettoni alla Crema d’Aglio nero. Die Sauce aus schwarzem Knoblauch präsentierte sich durchaus intensiv, jedoch ungeahnt rund, mild und süß. Die unterschiedlichen Peperoncini rundeten mit einem Hauch an Bärlauch die Pasta feinstens ab. Handwerkliche Meisterschaft und ein ausgeprägtes Geschick in der Abstimmung der unterschiedlichen Geschmäcker zeichnete die Primi aus.

Für das Paletta di Vitello steckte Antonio das Kalb bei knapp 80 Grad für sechst Stunden in den Ofen. Danach auf frischen Karoffeln und Karotten mit köstlicher Sauce angerichtet. Die Akzente der Zutaten wurden auf den Punkt gebracht und verbanden sich herrlich mit dem saftig zarten Fleisch. Erfreuliches Wohlfühlessen, dazu der passende Merlot – Torriani 2016 – von Castello di Spessa. Millefoglie con Frutti di Bosco machte den gelungenen Abschluss. Knusprige Teigblätter, Creme und Beeren im optimalen Verhältnis.

Für ein viergängiges à la carte-Menü in der La Tavernetta al Castello sollte man knapp € 60,– einplanen. Das viergängige Degustationsmenü kostet € 49,– / Weinbegleitung € 20,–. Das siebengängige Fischmenü kostet € 68,– / Weinbegleitung € 26,–. Ein genussfreundliches Preis/Leistungsverhältnis.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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