Ristorante Le Dune in Mariano del Friuli, Italien

Le Dune - Crudo - goodstuff AlpeAdria - © Gustav Schatzmayr
Le Dune - Crudo

Ristorante Le Dune

Via Dante 41

I-34070 Mariano del Friuli

Telefon: +39 0481 69021

www.le-dune.it

Öffnungszeiten: Sonntag mittags und Montag bis Samstag mittags und abends. Sonntag abends und Montag geschlossen.

Im Restaurant des Sarden

In den frühen 1990er-Jahren eröffnete der gebürtige Sarde aus Cagliari, Giovanni Carta, sein Restaurant Le Dune in Mariano del Friuli. Fisch und Meeresfrüchten standen von Anbeginn im Mittelpunkt seines Schaffens. Den Blick dafür brachte er von seiner Heimatinsel im Mittelmeer ins nördlich gelegene Friaul. Giovanni ist ein Qualitätsfanatiker und hier spielt im sein Faible für die Nachhaltigkeit im Fischfang in die Karten. Sein jahrzehntelanges Credo wird langsam zum gängigen Gedankengut.

Seine Lieferanten wählt er gezielt aus, sehr zur Freude der Gästegaumen. Le Dune zählt zu den Topadressen der Region. Seiner Philosophie in der Küche blieb er treu: klar in der Aussage und keine unnötigen Ablenkungen vom wahren Geschmack der Meeresbewohner. Giovanni Carta ist als Wirt und Koch ein Original, der seine Gäste mit Freundlichkeit und meisterhaftem Können zu verwöhnen versteht.

Fischmenü im Le Dune

Mit Gillardeau-Austern starteten wir in Giovannis Welt der Fische und Meeresfrüchte. Die Austernklasse „Special de Claires“ ist die feinste und für Le Dune-Gäste gerade gut genug. Dieser Höchststandard wurde auch beim
Crudo beibehalten. Scampi, Gamberi rossi und Gobetti aus Sardinien und Kroatien mit ein wenig Olivenöl, Salz und ein Kräuterhauch. Ein zarter Schmelz und geschmacklich luxuriös aber mit „Fingerabschleck“-Qualität.

Danach folgten Carpaccio di Ricciola und Carpaccio di Tonno. Ricciola entpuppte sich als perfekter Fisch für dieses Gericht. Der Thunfisch – ein Carpaccio-Klassiker – verleitete zu wahren Luftsprüngen. Einsame Klasse wie Giovanni mit den Fischen umgeht und er zeigt eindrucksvoll, wie sehr eine Reduktion auf das Wesentliche die Möglichkeiten erweitert. Die Granseola sollte man im Duzend bestellen und sich der Völlerei bedingugnslos hingeben. Die leicht süßliche Note des zarten Fleisches kam dem perfekten Genuss gänzlich nahe.

Le Dune - Giovanni Carta - goodstuff AlpeAdria - © Gustav Schatzmayr
Le Dune – Giovanni Carta

Selten gibt es Restaurants, die so ideal auf den Besitzer zugeschnitten sind. Giovanni Carta und Le Dune leben diese Einheit und die Gerichte sind dem Chef eindeutig zuordenbar. Spaghetti Riccio di mare (Seeigel) und Bottarga sind ein markantes Beispiel dafür. Die leicht bitteren Note des Seeigels harmonierte bestens mit der Bottarga, die für eine gelungene Cremigkeit sorgte. Harmonie, auch wenn aromatische geklotzt wurde. Nur das Beste kommt auf den Grill, das schmeckte man auch beim San Pietro. Fest und flaumig zugleich, meisterlich.

Zum Ausklang des Menüs wechselten wir in den Wald. Crostata marmelata frutti di bosco. Sehr gelungen und passend zur Freude über das Genossene. Für ein vier- bis fünfgängiges Menü im Ristorante Le Dune sollte man rund € 60,– budgetieren. Höchst angenehm für die gebotene Spitzenqualität.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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