Ristorante La Primula in San Quirino, Italien

Ristorante La Primula - Tortelli con Triglia - goodstuff AlpeAdria
Ristorante La Primula - Tortelli con Triglia

La Primula Ristorante e Hotel

Via San Rocco 47

I-33080 San Quirino (PN)

Telefon: +39 0434 91005

Anreise: Karte

www.ristorantelaprimula.it

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag zum Abendessen. Sonntags zum Mittagessen. Montag Ruhetag.

Ristorante La Primula – ein heller Stern am Genusshimmel

Die Geschichte des Hauses in San Quirino reicht ins Jahr 1873 zurück. Sie war immer mit Essen, Trinken und Gastfreundschaft verbunden. 1952 erhielt das zarte Pflänzchen von Andreas Vater Roberto den Namen La Primula und begann zu sprießen. Andrea brachte La Primula zum Blühen und seit 1983 glänzt der begehrte Michelin-Stern über einem der besten Restaurants im Friaul.

Der bemerkenswerte Erfolg ist im Zusammenhalt und der tatkräftigen Unterstüztung aller Familienmitglieder begründet. Jeder spielt seinen Part gekonnt mit großem Engagement und Fachwissen. Andrea, der grandiose Chef, sein Schwager Pier als nicht minder famoser Sommelier, seine Schwester Emanuela führt das angeschlossene Hotel und mit Sohn Marco als aufstrebenden Sommelier im Saal steht die nächste Generation bereit, um das, bei Genießern hochgeschätzte Haus in die Zukunft zu führen.

Gnocchi con Lumache - goodstuff AlpeAdria
Gnocchi con Lumache

Feine Degustation

Andreas Küche ist stark mit der Region verwurzelt. Er verfeinert und entwickelt traditionelle Geschmäcker auf seine persönliche kreative Weise. So entsteht Neues ohne zeitgeistige Gefälligkeiten. Mit Seppia con Gelato ai Ricci di Mare als Amuse-Bouche starteten wir fuliminant in die Genussreise. Auf den, bei Niedrigtemperatur zubereiteten Seppiastreifen wurde cremiges Eis vom Seeigel platziert. Ein Gericht wie ein Strandspaziergang bei rauschender Brandung. Die Perfektion im Ausbalancieren unterschiedlicher Geschmackskomponenten erlebten wir beim Tartare di Branzino. Das Eis (Granita) vom weißen Spargel mit einem Hauch Ingwer, der Klacks Kaviar und die frische Zitrusnote der Yuzu-Mayonaise (Mittelmeermandarine) gaben dem Tartar ungeahnte Wendungen. Die folgenden Capessante affumicate präsentierten sich als stimmiger Geschmacksakkord. Das leichte Räuchern mit Wacholder gab den Jakobsmuscheln besondere Nuancen, die in Kombination mit Minze für Staunen sorgte.

Die farbenfrohen Tortelli di Triglia wurden gekonnt mit Fenchel und Knoblauch verbunden, die der Barbe geschmacklich Paroli dezent bieten konnten. Ein traditionell scheindendes Gericht, das Andrea mit sicherer Hand zu lichten Höhen führte. Mit den Cappelletti di Stravecchio di Montagna verließen wir das Meer. Kompakte Cappelletti, gefüllt mit süßlich reifem Käse in Topinamburinfusion. Der genussvoller Schwenk in die extravagante Hausmannskost sorgte für ein mollig-warmes Esserlebnis. Die gratinierten Gnocchi mit Schnecken und Bärlauch unterstrichen die große Klasse, wie Andrea mit regionalen und saisonalen Zutaten vortreffliche Kreationen schafft, von denen man glaubt, dass es sie immer schon gegeben hat.

Mit Angnellino al Forno / Lammbraten brachte er sowohl die Bodenständigkeit seiner Küche als auch die ganze Kraft des Lamms auf den Teller. Zart duftendes Fleisch mit köstlicher Glasur auf Schwarzkohl und Puntarelle sowie einem Schuss vom Bratensaft mit feiner Thymiannote. Auch beim Predessert wurden kraftvolle Geschmacksnoten zu einem neuen Ganzen vereint. Im Mousse allo Yoghurt fanden Rharbarber, Rote Rüben mit einem Spritzer Himbeeressig auf genussvolle Art zueinander. Frische pur beim abschließenden Mela su Mela, eine Apfelvariation mit Pinienkernen, Rosinen und einer Granita (Eis) aus Apfel und Ingwer. Die konstruierten Apfestücke bestachen in Konsistenz und feiner Apfelnote.

Für das achtgängige Degustationsmenü im Ristorante La Primula sind € 100,– einzuplanen. Ein außergewöhnlich genussfreundliches Preis/Leistungsverhältnis. À la carte sollte man für 4 Gänge ca. € 85,– einplanen. Die Weinauswahl kann man mit gutem Gewissen und großer Freude Pier und Marco überlassen.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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