Ristorante Ai Tre Canai in Marano Lagunare, Italien

Canoce al Vapore - goodstuff AlpeAdria
Canoce al Vapore

Ristorante Ai Tre Canai

Via Udine 36

I-33050 Marano Lagunare, Friaul

Telefon: +39 0431 67020

Anreise: Karte

www.ristoranteaitrecanai.com

Öffnungszeiten: Zum Mittag- und Abendessen geöffnet. Montag und Dienstag Ruhetage.

Ai Tre Canai – Claudia & Giorgio

Seit mehr als 25 Jahren betreiben Giorgio Dal Forno und seine Frau Claudia ihr Ristorante Ai Tre Canai im historischen Städtchen Marano Lagunare. Von außen lässt es sich kaum erahnen mit welch inneren Werten das Restaurant zu begeistern vermag. Ein kulinarischer Leuchturn in Marano Lagunare. Giorgio regiert in der Küche und Claudia führt im Saal die Gäste charmant durch das Menü und sorgt für die perfekte Weinauswahl.

Mit dem eigenen Boot streift Giorgio regelmäßig durch die Lagune von Marano. Stets auf der Suche und Jagd nach Essbarem, das seine besonderen Gerichte verfeinert. Sein Kräuter- und Pflanzenwissen verdankt er seiner Großmutter, die ihn einst in diese Wunderwelt einführte. Die Kräuter der Lagune geben seinen Kreationen eine einzigartige Note. Von seinem Vater lernte er den Umgang mit den Meeresbewohnern und die vielfältigen Möglichkeiten sie zu fangen.

Sogliola in Savor - goodstuff AlpeAdria
Sogliola in Savor

Giorgio und das Meer

Nach einem intensiven Gruß des Chefs – Burro di Alici auf Pan Brioche – kamen wir mit Canoce al Vapore gleich zum ersten Höhepunkt von Giorgios Menü. Er genießt den Vorteil in Marano Lagunare an der Quelle von Fisch und Meeresfrüchten zu sitzen. Perfekt zarte Canoce, über Dampf gegart, auf Feldsalat und Salicornia gebettet, darüber eine Spur feinstes Olivenöl und basta. Ein gelungen ausgeführter roh-gegart-Kontrast, der für Giorgio ganz selbstverständlich ist. Maraneser Regionalküche zeigte sich von ihrer besten Seite. Die minimal-invasive Produktbehandlung ließ auch die folgende Piovra / Oktopus zum Vergnügen werden. Bei Niedrigtemperatur gekocht, auf frischen Salat. Begleitet von geriebener Orangenschale und Olivenöl. Souveräne Reduziertheit, die Textur und Grundcharakteristik der Zutaten hundertprozentig respektiert.

Mit handwerklicher Intelligenz und Verzicht auf luxuriöse Zutaten macht Giorgio gutes Essen mit eigener Identität, die fest mit den Traditionen Maranos verbunden ist. Affumicato di Volpina / geräucherte Meeräsche mit Birne, Olivenöl und Salicornia (Queller) erfreute mit feinen Aromen, dabei verzichtete er bewusst auf kreative Eskapaden und punktete mit eleganter Unaufgeregtheit. Bunt und farbenfroh die Tagliatelle di Seppie in den italienischen Nationalfarben. Die Proportionen der Zutaten wählte Giorgio mit Bedacht und das vermeintliche Durcheinander fügte sich zu einem köstlichen Ganzen.

Bei der Sogliola in Savor herrschte Souveränität in allen Details. Giorgio verbesserte die typische Zubereitungsart, in dem er das Richtige verfeinerte, um das Gute zu erhalten. Die süßen Zwiebeln und Rosinen verbunden mit zurückhaltender Essignote machten sie Seezunge zu etwas Außergewöhnlichem und glänzte mit feiner Abstimmung der Komponenten. Mit den Cjarsons di Erbette e Gamberi nahm sich Giorgio einen karnischen Klassiker vor. Er füllte den Teig mit Kräutern und Gamberi, setzte sie auf eine vorzügliche Krustentier-Bisque und rieb einen Hauch Bottarga darüber. Eine seltene Wohlgeschmackigkeit, die der gutbürgerlichen Regionalküche alle Ehre machte. Abschließend Tagliolini mit Canoce / Busara bianca. Die Geschmacksbilder seiner traditionellen Gerichte hat Giorgio verinnerlicht. Mit großer Leichtigkeit schaffte er beste Qualität. Samtig cremige Sauce, perfekt gewürzt, mit zarten Canoce und krossen Algenblättern zeugten von großer Meisterschaft.

Zum Finale delektierten wir uns an Mousse ai 3 Cioccolati. Mousse von weißer, dunkler und Milchschokolade elegant in einer schimmernden Kuppel verpackt. Eine Geschmacksbombe und Favorit von Schokoliebhabern.

Für ein viergängiges Fischmenü im Ristorante Ai Tre Canai sollte man rund € 65,– budgetieren. Ein genussfreundlicher Preis für Fischgerichte mit Herz.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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