Werner Berg Museum
10. Oktober Platz 4
A-9150 Bleiburg / Pliberk
Telefon: +43 4235 2110 27
Anreise: Karte
Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Anfang November von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Werner Berg Museum – Anziehungspunkt für Kunstliebhaber
Das Museum beherbergt den umfangreichen Bildbestand der Stiftung Werner Berg und zeigt einen repräsentativen Überblick über das Lebenswerk des Künstlers, der 1904 in Elberfeld (Wuppertal, Deutschland) geboren wurde und von 1931 bis zu seinem Tod 1981 als Bauer und Maler am Rutarhof in Unterkärnten lebte. Zentrales Thema seines künstlerischen Werkes, dessen künstlerischer Ausgangspunkt der deutsche Expressionismus war, sind Landschaft und Menschen seiner Wahlheimat Unterkärnten, beobachtet mit der Distanz des Fremden und der Intensität des Liebenden. Auf besondere Weise gelang es ihm, die Wirklichkeit seines Alltages zu eindringlichen Symbolen zu verdichten.

Von der Galerie zum Museum
Die Werner Berg Galerie der Stadt Bleiburg wurde im Mai 1968 erstmals eröffnet. Gottfried Stöckl hatte die Idee, in einem freigewordenen, gemeindeeigenen Gebäude Bilder des ihm von den Märkten und Kirchtagen im Jauntal her bekannten Künstler zu zeigen. Die Stadtgemeinde Bleiburg adaptierte mit Unterstützung des Landes Kärnten vorerst vier Räume des altehrwürdigen Hauptplatzhauses für diesen Zweck. Vereinbart wurde ein zweijähriger Probebetrieb. Nach zwei äußerst erfolgreichen ersten Ausstellungssaisonen blieb die Galerie für zwei Jahre geschlossen, bis es 1972 zur endgültigen Wiedereröffnung kam.
In seinem Testament vermachte Werner Berg die Werke der Galerie in Bleiburg einer zu errichtenden öffentlichen Stiftung Werner Berg. Diese Stiftung, der die Stadtgemeinde Bleiburg mit der Verpflichtung die Galerie für immer zu erhalten beitrat, wurde im Dezember 1984 seitens der Stiftungsbehörde des Landes genehmigt. Die Galerie wurde kontinuierlich ausgebaut und tritt seit 2004 als „Werner Berg Museum“ auf und erwarb sich mit den jährlichen Sonderausstellungen (Kiki Kogelnik, Gottfried Helnwein, Manfred Deix, …) die parallel zu den vorhandenen Werken von Werner Berg gezeigt werden, einen international beachteten Ruf.

Ausstellung 2026
Mikrokosmen – Helnwein, Berg und Giacometti
Das wiederholte, geradezu soziologische „Durchleuchten“ einer jeweils sehr unterschiedlichen, stets aber begrenzten Welt mit ihren charakteristischen Menschentypen und Begebenheiten ist das gemeinsame „Thema“ dieser auf den ersten Blick so ungewöhnlichen Gegenüberstellung – die drei Künstler (Mercedes Helnwein, Werner Berg und Alberto Giacometti) beschränken sich in ihrem Werk auf einen jeweils eigenen Mikrokosmos, dessen jeweils ganz besondere Eigenheit sie in unverwechselbarer Weise ausloten.
Vereinzelt treffen in dieser Ausstellung exemplarische Werke der drei Künstler direkt aufeinander. Es ergeben sich fallweise Berührungen die so unter einem gemeinsamen Übertitel stehen. Dies gibt dem Museum die Gelegenheit, diesen so bestimmenden Aspekt des Werkes von Werner Berg, nämlich seiner lebenslangen Erforschung einer begrenzten „kleinen“ Welt, in einer Vielzahl noch nie gezeigter Werke nachzugehen. Wie in einer soziologischen Feldstudie werden durch die Konzentration auf eine jeweils unverwechselbare Welt in den Werken der drei so unterschiedlichen und im Fall von Mercedes Helnwein durch mehrere Generationen getrennten Künstler allgemein menschliche Gegebenheiten eindrucksvoll offenbar.
Ein Kulturtipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.
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