Museum Liaunig
A-9155 Neuhaus 41
Telefon: +43 4356 21115
Anreise: Karte
Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Ende Oktober von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen von Mittwoch bis Sonntag jeweils um 11.00 Uhr, Teilnahme mit gültigem Museumsticket.
Museum Liaunig – zeitgenössische Kunst und historische Sammlungen
Der reduzierte, vom Wiener Architektenteam querkraft wie selbstverständlich in die Südkärntner Landschaft über der Drau gesetzte Museumsbau bietet seit der Eröffnung 2008 den adäquaten architektonischen und museologischen Rahmen für die Kunstsammlungen des Industriellen Herbert Liaunig und seiner Familie. In wechselnden Ausstellungen wird die umfangreiche Sammlung österreichischer Kunst ab 1945, ergänzt durch vorangehende Vertreter der klassischen Moderne sowie exemplarische Werke internationaler Künstler, der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst verstehen sich die historischen Sammlungen der Familie Liaunig.
Die kontinuierlich anwachsende Sammlung folgt selbstverständlich dem Blick und den Interessen des Sammlers und deckt gleichwohl mit über 350 vertretenen Künstlern die kunsthistorisch relevanten Entwicklungsverläufe der bildenden Kunst in Österreich zwischen 1945 und heute ab. Neben Malerei und grafischen Arbeiten nimmt die Skulptur einen wichtigen Platz in dem aus mehr als 4.000 Arbeiten bestehenden Werkbestand ein.


Skulpturenpark
Skulpturale und plastische Arbeiten ab 1945 bilden einen Schwerpunkt des Museums. 2016 wurde mit dem weitläufigen Skulpturenpark ein Bereich geschaffen, der es ermöglicht, auch größere Werke permanent zu präsentieren. Bei schönem Wetter lädt der Skulpturenpark zu einem Spaziergang und zur Auseinandersetzung mit den Werken ein, die in Beziehung zu der sie umgebenden Natur gesetzt wurden. Die Aufstellung unter freiem Himmel zeigt eine generationenübergreifende Auswahl österreichischer und internationaler Künstler von der Moderne bis zur Gegenwart.

Ausstellungen
Ziel der Ausstellungstätigkeit im Museum Liaunig ist es, mithilfe des umfangreichen Sammlungsbestands ein breites Bild der zeitgenössischen Kunst in Österreich zu vermitteln und das Potenzial der vertretenen Künstler auch im internationalen Kontext zu verdeutlichen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer gleichberechtigten Zusammenstellung aus malerischen, grafischen und skulpturalen Werken. Als Ausstellungsflächen stehen im Museum die Hauptausstellungshalle mit angrenzendem Grafiktrakt, der Sonderausstellungsraum sowie das Skulpturendepot zur Verfügung.
Den seit 2016 in der Sonderausstellungsreihe „Alte Freunde“ vorgestellten Künstlern ist Herbert Liaunig seit Beginn seiner Sammlungstätigkeit als Freund und Sammler zugetan.

Programm 2026
(K)EIN BEGRIFF – Skulpturales aus der Sammlung Liaunig
Das Museum Liaunig präsentiert mit „(K)ein Begriff – Skulpturales aus der Sammlung Liaunig“ eine umfassende Ausstellung zur Entwicklung und Erweiterung des Skulpturbegriffs seit 1945.
In den Mittelpunkt stellt Kuratorin Alexandra Schantl die Frage, was Skulptur heute bedeutet, nachdem sich der Begriff seit den 1960er-Jahren grundlegend gewandelt hat. Bereits seit den Readymades von Marcel Duchamp und den theoretischen Überlegungen von Rosalind E. Krauss gilt Skulptur als ein offenes Feld, das längst nicht mehr nur klassische dreidimensionale Objekte, sondern unterschiedlichste Materialien, Medien und Ausdrucksformen umfasst.
90 Jahre Hellmut Bruch – Vom Elementaren zum Offenen
Das Museum Liaunig widmet dem Tiroler Künstler Hellmut Bruch anlässlich seines 90. Geburtstags eine umfassende Retrospektive. Der Kurator Günther Dankl zeigt zentrale Werke aus Bruchs künstlerischem Schaffen – von frühen Arbeiten aus industriellen Materialien bis zu den charakteristischen Edelstahl – und Acrylglas-Objekten der vergangenen Jahrzehnte – und würdigt mit der Ausstellung einen der bedeutendste Vertreter der konkret-konstruktiven Kunst im deutschsprachigen Raum.
Ein Kulturtipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.
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