Osteria di Ramandolo in Nimis, Italien

Osteria di Ramandolo - goodstuff AlpeAdria
Osteria di Ramandolo

Osteria di Ramandolo

Via Ramandolo 22

I-33045 Nimis, Friaul

Telefon: +39 0432 790009, Mobil: +39 349 5221383

Anreise: Karte

www.osteriadiramandolo.it

Öffnungszeiten Küche: Mittwoch bis Samstag Mittag- und Abendessen, Sonntag Mittagessen, Montag Ruhetag.

Osteria di Ramandolo – pujûl sul Friûl

Als Ilenia Vidoni und Pietro Greco vor fast zwanzig Jahren in der Osteria di Ramandolo ihre Hochzeit feierten, dachten sie wohl nicht daran, dass sie dieses Lokal als Chef und Sommelier zu neuen kulinarischen Höhen führen werden. Seit 2013 arbeiten die beiden jedoch mit großem Einsatz und Freude daran. Das Werk gelang vortrefflich. Pietro forciert eine saisonale Küche mit Produkten aus der Umgebung und schöpft dabei aus dem Vollen. Ilenia pflegt ihre kleine Vinothek mit feinen Weinen aus dem kleinen Ramandologebiet. Ihre Leidenschaften wurden ihre Berufe.

Die Osteria wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Ramandolo-Winzern erbaut und sie wählten einen besonderen Platz dafür. Auf der Terrasse unter alten Kastanienbäumen sitzend, genießt man den „pujûl sul Friûl“, den Blick auf Friaul. Weinbau wird im Ramandolo seit vorrömischer Zeit betrieben und den Wein ziert heute die D.O.C.G.-Klassifikation.

Maccheroni mit Gansragout - goodstuff AlpeAdria
Maccheroni mit Gansragout

Fein friulanisch

Mit Foie gras di anatra e Coscia di quaglia – Foie gras von der Ente und Wachtelschenkeln – starteten wir fulimant ins Menü. Eine harmonische Komposition, die alle Teile gekonnt zusammenführte, um etwas noch Besseres entstehen zu lassen. Dazu gab es von Ilenia einen sehr schönen Ramandolo, Vendemia Tardiva 2013 von Anna Berra, dem Weingut aus aus unmittelbarer Nachbarschaft. Der Brennesselteig der Cjarsons da l’Ostarie war mit Ricotta, Rosinen, Minze und Pinienkernen gefüllt. Das sorgte für ein schönes Spiel der unterschiedlichen Geschmäcker. Im Friaul, insbesondere in der Carnia, gibt es hunderte an unterschiedlichen Cjarsons-Rezepten. Wir hatten das Glück, ein spezielles zu verkosten.

Die Primi konnten unterschiedlicher nicht sein. Maccheroni al torchio casereci al ragú bianco di oca, eine gelungene hausgemachte Pasta in genialer Verbindung mit einem vortrefflich gewürzten Gansragout. So macht Gans Freude. Tagliolini con tartufo bianco di Acqualagna, die Pasta diente als ideale Basis für den bekannten Trüffel aus den Marken und im Duett boten die beiden eine bemerkenswerte Leistung.

Hinter dem Namen „Cais impestas“ verstecken sich Schnecken aus dem nahen Natisonetal in kräftiger Sauce mit Polenta aus der Mühle von Claudio Coiutti in Godia. Pietro legt großen Wert auf beste Qualität aus nächster Umgebung und versteht es lokale Produzenten auf seinen Tellern zusammenzuführen. Kräftig intensives Ragout mit herzhafter Polenta, ein gelungener Ausflug in die friulanische Geschmackswelt. Mit Fantasia di Ramandolo erreichten wir das Dessert, welches aus Semifreddo di Ramandolo und Sorbetto al sambucco bestand. Gut gewählt, denn das Sorbetto machte den Abschluss wunderbar leicht.

Für ein viergängiges á la carte-Menü sollte man in der Osteria di Ramandolo rund € 50,– budgetieren. Viergängige Degustationsmenüs kosten € 45,– und mit Weinbegleitung € 55,–. Auf der Website werden zusätzliche Spezialmenüs (Trüffel, Fleisch & Fisch, Baccalà, etc) zu sehr guten Preis/Leistungsverhältnissen vorgeschlagen.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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