Antica Osteria Il Favri in Rauscedo, Italien

Antica Osteria Il Favri in Rauscedo, Italien - goodstuff AlpeAdria
Antica Osteria Il Favri in Rauscedo, Italien

Antica Osteria Il Favri

Via Borgo Meduna 12

I-33095 Rauscedo (PN)

Telefon: +39 0427 94043

Anreise: Karte

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag zum Mittag- und Abendessen. Sonntag zum Mittagessen. Montag Ruhetag.

Il Favri – Osteria seit 1865

Das beschauliche Straßendorf Rauscedo zwischen den Flüssen Tagliamento und Meduna, nicht weit von Pordenone, lockt mit der besonderen Antica Osteria Il Favri. Hinter einer unscheinbaren Fassade versteckt sich eine typisch friulanische Osteria. Das gilt sowohl für das Interieur als auch die Speisekarte. Mit sonorer Stimme empfängt Patron Mauro D’Andrea seine Gäste und führt sie mit Charme, Witz und Passion durch seinen ausgewählten friulanischen Spezialitäten.

Im Eingangsbereich der Osteria treffen sich Stammgäste aus dem Ort gerne auf ein Glas Wein und einen Plausch in entspannter Atmosphäre, die von Mauro uns seinem Team seit 1993 mit Herzblut gepflegt wird. Eröffnet wurde die Osteria bereits 1865 und wurde zur kulinarischen Institution im Raum Pordenone. Ein geschätztes Kleinod friulanischer Gastlichkeit.

Tagliata di Manzo al Balsamico - goodstuff AlpeAdria
Tagliata di Manzo al Balsamico

Mauros Spezialitäten

Die lange Historie des Hauses bringt es mit sich, dass die Karte mit Klassikern gespickt ist. Signature Dishes gibt es gleich mehrere. Wir starteten mit famosen Bruschette (Aglio e Olio, Pomodoro) unsere geführte Tour und erhielten den Beweis, dass handwerkliches Können an scheinbar einfachen Gerichten am schnellsten schmeckbar wird, umgehend geliefert. Dem knusprig, fruchtigen Auftakt folgten zwischendurch noch weitere Traditionsgerichte, die mit Bodenständigkeit und Geschmack begeisterten. Erwähnt seien hier Radicchio di Treviso con Fagioli di Lamon (Radicchio und Bohnen) mit hausgemachtem Essig sowie ein vorzüglicher Frico con Patate e Polenta. Gerichte, die schon unsere Ahnen verzückten und wegen ihrer perfekten Proportionen noch lange Zeit geschätzt werden.

Auch die Mutter aller römischen Pasten nämlich Cacio e Pepe war ein besonders Vergnügen. Die hausgemachten Tagliolini mit Pecorino und Pfeffer verbanden sich zum puristisch stimmigen Geschmacksakkord. Die Reduktion auf das Wesentliche erweiterte die Möglichkeiten. Verantwortlich dafür war der dezent milde Pecorino. Die gradlinige und saubere Zubereitung traditioneller Hausmannskost stellt die Optimierung der sorgfältig ausgewählten Grundprodukte in den Mittelpunkt. Ein Luxus, der nicht von extravaganten und hochpreisigen Zutaten abhängt, sondern von handwerklicher Intelligenz. Auch die Crespelle di Zucca passten genau ins dieses Bild. Kürbis, Bechamel, Käse und Palatschinken geschmackvoll und bestens ausbalanciert vereint. Elegante Unaufgeregtheit ohne – vermeintlich – kreativen Pirouetten. Gutbürgerlich im besten Sinn.

Bei der Tagliata di Manzo al Balsamico mit Rosmarinkartoffeln wurden die Zutaten auf höhere Stufen gehoben. Abgesehen von der minimalinvasiven Fleischbehandlung fiel auch die exzellente Qualität der cremigen Rosmarinkartoffeln auf. Bei der Verfeinerung der Zutaten hob Marcos Küchenteam deren Stärken gekonnt hervor. Klingt einfach, wird aber immer seltener gemacht, den der Trend geht leider zu wild gewürzten Aromabomben. Die Geschmacksbilder für traditionelle lokale Gerichte wie Guancette di Maiale in Umido con Polenta / Schweinsbackerln hat Marco mit seiner Erfahrung verinnerlicht. Nur so werden sehr gute Qualität und Authentizität erreicht. Zarte Backerln, dichte Sauce und optimale Beilage. Die sensorisch guten Gerichte präsentierten ihre Wohlgeschmackigkeit wie von selbst, weil die Proportionen aller Komponenten gut aufeinander abgestimmt waren.

Torta di Ricotta di Pecora (Ziegenricotta) e Cioccolato, ein köstlich süßes Finale. Auch bei der Torte passten Mengen der einzelnen Zutaten grammgenau und gaben ihr dadurch eine besondere Wendung.

Für ein viergängiges Menü in der Antica Osteria Il Favri in Rauscedo sollte man € 55,– bis € 60,– einplanen. Ein genussvoll freundliches Preis/Leistungsverhältnis.

Ein Genusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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