Ristorante Riva 63 in Triest, Italien

Ristorante Riva 63 in Triest, Italien - goodstuff AlpeAdria
Ristorante Riva 63 in Triest, Italien

Ristorante Riva 63

Erta Sant’Anna 63

I-34149 Trieste

Telefon: +39 040 064 5200, +39 366 144 6272

Anreise: Karte

www.ristoranteriva63.it

Öffnungszeiten: Zum Mittag- und Abendessen geöffnet. Dienstag Ruhetag.

Riva 63 – mit Blick auf Triest und Meer

Dario Rakic sagte nach zehn Jahrten seiner Trattoria beim Leuchtturm in Triest adieu, nahm sein gesamtes Team und startete an einem bekannten Ort neu durch. Die Adresse ist vielen Scabar-Freuden sicher ein Begriff. Dario – auch er kochte einst für Ami und Giorgio – brachte frischen Wind ins Haus oberhalb der Stadt, abseits aller Touristenströme. Doch wahre Liebhaber feiner und hochwertiger Fischküche finden den Weg zu ihm ganz selbstverständlich.

Gemütlich gediegene Räumlichkeiten, entspanntes Ambiente, freundlich kompetenter Service und Panoramblick auf die Bucht von Triest bilden den gelungenen Rahmen für Darios Kreationen. Dabei legt er besonderen Wert auf die Qualität seiner Grundprodukte. Bei Fischen gibt’s ausschließlich Wildfang von ausgesuchten Lieferanten. „Fang des Tages“ wird bei Dario im Riva 63 gelebt.

Crudité di Mare - goodstuff AlpeAdria
Crudité di Mare

Dario kocht

Crudité di Mare, ein kurzweiliger Einstieg ins Menü voll geschmacklicher Präzision und Leichtigkeit, bei dem wir Thunfisch von unterschiedlichen jedoch stets besten Seiten kennenlernten. Feinste Ware bei minimal-invasiver Behandlung. Dennoch gelang es Dario mit Finesse im Detail Akzente zu setzen, die sein Crudo von anderen wohltuend unterscheidet. Beim Tataki war es die Himbeere, beim Tatar die Mango. Dem Thunfischcarpaccio setzte er als Kontrast ein Branzinocarpaccio gegenüber. Mazzancolla und Scampo verband ihr süßer Schmelz, der jeweils mit eigenen Vorzügen erfreute. Beim Antipasto misto caldo e freddo stießen wir auf die triestiner Klassiker Baccalà mantecato, Alici marinati und fantastische Sardoni in Savor. Dazu noch Seppie con Piselli (Erbsen), Gamberi in Curry und eine gratinierte Jakobsmuschel. Purifizierte Klassik, welche die Grundforderung der Kochkunst nach einem klaren Produktaroma umsetzte. Die kleinen Köstlichkeiten begeisterten mit Zurückgenommenheit und bester Qualität.

Eine köstliche Zusammenfügung hochwertiger Zutaten in perfekten Proportionen erlebten wir bei den hausgemachten Tagliatelle con Codi di Gamberi e Tartuffo nero. Die Kernqualitäten der einzelnen Komponenten – Pasta, Garnelen, Pecorino, Trüffel – und ihr sinnvolles Zusammenwirken am Teller demonstrierte uns Dario mit Meisterhand. Dabei verzichtete er auf die dekorative Wirkung überflüssiger Zusatzelemente vollends. Ein Signature-Dish bei dem alles millimetergenau passte. Als Secondo delektierten wir uns an einem vorzüglichen Branzino al Sale mit dalmatinischen Kartoffel/Mangold-Nockerln. Den Wildfang-Wolfsbarsch in Salzkruste kann man kaum besser machen: zart-flaumig und saftig. Darüber eine Spur Olivenöl und basta! Optimal exekutiertes Kochhandwerk bei klarer Aromenstruktur.

Der Teufelsgeiger und Namensgeber Jancsi Rigo hätte mit Darios Torta Rigojancsi seine wahre Freude gehabt. Ein intensiver und ausgewogener Schokotraum. Mit der Torte zündete Dario die finale Geschmacksbombe.

Für ein viergängiges à la carte Fischmenü im Restaurant Riva 63 sollte man € 75,– bis € 80,– einplanen. Eine Mezzie, angesichts der gebotenen Qualität.

Ein Gensusstipp von Gustav Schatzmayr, goodstuff AlpeAdria.

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